Cissé, Mamadou

FR, 1960

Mamadou Cissé kam 1978, mit 18 Jahren, aus dem Senegal nach Frankreich. Er ist Autodidakt. Ohne künstlerische Ausbildung widmet er sich seit 2001 vornehmlich dem Thema der Stadtlandschaften. Die Wahl unkonventioneller Perspektiven schafft ungewöhnliche Blickwinkel in die urbanen Szenen, die sich dem Betrachter meist aus einer Art Vogelperspektive eröffnen. Aneinanderreihungen von Gebäuden und Straßen werden zu ornamentalen Gebilden, die den Blick fangen und nicht mehr loslassen. Es handelt sich dabei um Fantasiestädte, die ein Spiegelbild seiner architektonischen Visionen von einer besseren Zukunft sind. Seine Zeichnungen mit Filzstift und Marker sind Manifeste seiner Träume. Die unglaubliche Dichte der Gebäude reflektiert seinem Wunsch nach einem Schutz für alle. Dabei spielt Farbe eine zentrale Rolle in seinen Werken. Als eine Art Glücksbote soll die Farbvielfalt das Auge erfreuen. Verschiedene Medien wie Bücher, Fotos und Erinnerungen dienen ihm jeweils als Quelle seiner Inspiration. Ausgehend von einem Gebäude spinnt er ein geometrisches Netzwerk, das sich über das Bildformat und scheinbar darüber hinaus ausdehnt. Mamadou Cissé Zeichnungen wurden 2007 erstmals im Maison Chailloux in Fresnes ausgestellt und 2009 im Salon du Dessin Contemporain.

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